Im Rahmen der Kindernetzwerk-Mitgliederversammlung am 8. Juli 2011 in Aschaffenburg wurde der Bundesvereinigung SeHT e.V. einer der beiden Förderpreise für das Projekt "Selbsthilfeoffene Schule" verliehen.

 "Die Würdigung dieser beiden Preise nahm bei der Mitgliederversammlung 2011 Erika Davis-Klemm, 1. stellvertretende Vorsitzende des Kindernetzwerkes, vor.

Wenn ich diese Beispiele von guter Kooperation kurz zusammenfassen darf, dann wie folgt: Die erlebte Kompetenz, die in der Selbsthilfe gesammelt wird, wird weitergegeben, In diesen beiden Fällen läuft die Kooperation über Schulen. Non scholae, sed vitae discimus - dieses Sprichwort kennen wir aus der Schule. Bei diesen Projekten wird das im Leben gelernte zurückgebracht an die Schule - hervorragende Orte, um Wissen zu Vermitteln - und zwar an Schüler, Lehrer und Eltern.

Beide Projekte zeigen, dass das was die Selbsthilfe auszeichnet - nämlich Menschen zusammenzubringen und mit ähnlichen Erlebnissen und Wissen zu bündeln - selbstverständlich weitergetragen werden kann und soll. Es kommt auf die persönlichen Begegnungen mit Menschen an - erst recht, wenn es darum geht, Menschen aus ihrer Isolation, wie bei Menschen die psychisch krank sind oder mit Teilleistungsschwächen leben. Je früher dies erfolgt - zum Beispiel bereits in der Grundschule - desto größer ist die Chance der gesellschaftlichen Teilhabe für diese betroffenen Kinder."

Auszug aus der Pressemitteilung des Kindernetzwerk e.V. / 2011

 

3000 Euro werden für verstärkte Verbandsarbeit eingesetzt

Preis für Jugendmedizin 2006

Die in Ludwigshafen ansässige Selbsthilfevereinigung SeHT (SelbständigkeitsHilfe bei Teilleistungsschwächen) e.V. ist in Weimar vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte mit dem „Preis für Jugendmedizin 2006“ ausgezeichnet worden. Die Ärzte zeichneten die bundesweit agierende Vereinigung für ihr langjähriges Engagement aus. SeHT kümmert sich um Kinder und Jugendliche, die durch ADHS und andere Motorik-, Wahrnehmungs- oder Emotionsstörungen beeinträchtigt sind. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert, die das Unternehmen Johnson & Johnson gesponsert hat.

Entgegengenommen haben die Auszeichnung Heidi und Walter Herrmann. Das Ehepaar setzt sich seit 18 Jahren für die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Teilleitungsschwächen ein. „Der Preis ist auch eine Anerkennung der Selbsthilfearbeit allgemein und wird zur Stärkung unserer Arbeit auch im politischen Bereich beitragen“, sagte SeHT-Bundesvorsitzender Walter Herrmann bei der Preisverleihung anlässlich des Ärztekongresses.

Die Erscheinungsformen von Teilleistungsschwächen sind breit gestreut, äußern sich jeweils sehr individuell und scheinen somit schwer fassbar. Entsprechend schwer tun sich Medizin, Pädagogik, Psychologie, Schulen, Behörden und potenzielle Arbeitgeber mit der Eingruppierung solcher „Fälle“. Den Kampf aufgenommen haben eine Menge engagierter Eltern, Pädagogen, Mediziner und Politiker. Als Wegbereiter hat der ehemalige Regierungspräsident Dr. Paul Schädler mit seiner Gattin ab Mitte der achtziger Jahre wertvolle Aufbauarbeit geleistet.

Angefangen in kleinen lokalen Selbsthilfegruppen hat sich die fachlich fundierte Bundesvereinigung immer weiter etabliert. SeHT unterstützt vor allem betroffene Eltern durch Gesprächskreise, Vorträge von Fachleuten, Fachtagungen sowie Bücher und Schriften, die in eigenem Verlag erstellt werden. Außerdem werden in regionalen Vereinigungen vor Ort für Jugendliche Freizeiten, Selbständigkeitstrainings als präventive sozial pädagogische Arbeit und viele andere Formen der Gruppenarbeit initiiert.

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